Als letzte Akademie-Veranstaltung des Jahres 2002 erlebten 38 Mitfahrerinnen und Mitfahrer einen winterlich kalten Dezember-Mittwoch in Düsseldorf – Ziel: der Landtag von Nordrhein-Westfalen.
Am Rheinufer gab es ein dreigeteiltes Programm, nachdem der bestens akademie-erprobte Busfahrer Manfred Vagedes (links) die Gruppe der Studienfahrt sicher in die Landeshauptstadt kutschiert hatte.

 



Nach ausführlichem Sicherheitscheck nahmen Mitglieder und Freunde der Evangelischen Akademie auf der Besuchertribüne des runden Plenarsaals Platz, um eine – einhelliger Tenor – überwiegend langweilige, langatmige und sehr ins Detail gehende Debatte für knapp eine Stunde zu verfolgen. In der zweiten Lesung des Landeshaushalts ging es um Hochschulpolitik, Wissenschaft und Forschung. Dabei war die Besuchertribüne deutlich besser besetzt als die Sesselreihen der Politiker.
 

 

Eine ganz andere Qualität hatte da schon das nachfolgende intensive 75-minütige Gespräch mit den Recklinghäuser Landtagsabgeordneten Peter Budschun (SPD) und Lothar Hegemann (CDU) in Sitzungsraum A 17. Beiden fiel es nicht schwer, die laufende Sitzung zu verlassen, bekamen sie doch durch die Besucher der Akademie hautnah mit, was den Bürgerinnen und Bürger zurzeit unter den Nägeln brennt.
    

In der Mitte: Lothar Hegemann (CDU),                                       Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Akademie
rechts: Peter Budschun (SPD)


Themen des sehr offenen Dialogs waren u.a. die Ruhrstadt, die Frage nach einem Regierungsbezirk Ruhr, der geplante Metrorapid von Düsseldorf nach Dortmund, Ganztagsschulen und Finanzfragen. Aber auch die Frage, für wen die Redner im Landtag eigentlich sprechen, beantwortete Hegemann: „Für die Stenographen." Dieser Programmpunkt hätte nach dem Willen der Akademie-Freunde sicher auch noch etwas länger dauern dürfen.

Eigentlicher Anlass der Akademie-Studienfahrt war dann in der Wandelhalle die Ausstellungseröffnung mit Akademie-Vize Peter Borggraefe, der für einige Tage einen Teil seiner antiquarischen Bücher der Humanisten Christianus Gerson – gebürtiger Recklinghäuser – sowie Johannes Buxtorf Vater und Sohn zeigt. Nachdem Borggraefe die interessierten Mitfahrer an den großzügig angeordneten Vitrinen bereits en detail informiert hatte, führte er auch faktenreich und launig in die Ausstellung ein. Für die meisten Teilnehmer ein durch verschiedene Akademie-Veranstaltungen ja bereits bekanntes Thema.

 

 


 


 

 


Landtagsvizepräsident Dr. Helmut Linssen hatte die Ausstellung am Rhein mit einer kurzen Ansprache eröffnet, ein Grußwort kam noch vom Recklinghäuser Bürgermeister Wolfgang Pantförder. Dass nicht ganz so viele Abgeordnete – die Sitzung lief schließlich noch – der Eröffnung beiwohnten, störte weder Peter Borggraefe noch die Akademie-Mitfahrer, die dann um 21.30 Uhr am alten Busbahnhof in Recklinghausen wieder aussteigen konnten.

Hannspeter Seeber

von links:
Bürgermeister Wolfgang Pantförder, Recklinghausen, Landtagsvizepräsident Dr. Helmut Linssen, Peter Borggraefe, Peter R. Seeber

Landtagsvizepräsident Dr. Linssen eröffnet die Ausstellung

Ein den Sammler antiquarischer Bücher lobendes Grußwort vom Recklinghäuser Bürgermeister Wolfgang Pantförder

Peter Borggraefe führt in die Ausstellung ein.
Hier gibt es den Begleittext

 


Der Akademie-Vorstand im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Frank Sichau (2. von rechts - SPD, Wahlkreis Wanne-Eickel, Rechtspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion), der seit vielen Jahren Mitglied der Ev. Akademie Recklinghausen ist. 

Bürgermeister Wolfgang Pantförder trifft mit Frau Luise Ristau eine gute "alte" Bekannte aus gemeinsamen Tagen bei der Kreisverwaltung 


Digitale Fotos: Hannspeter und Peter R. Seeber 

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