In der Ausstellung "Frauen gestalten Frauengestalten", veranstaltet vom Frauenreferat des Kirchenkreises Recklinghausen und der Ev. Kirchengemeinde Recklinghausen-Altstadt,  werden in Lebensgröße Skulpturen von Thekla, Heloise, Klara von Assisi, Jeanne d' Arc, Hildegard von Bingen, Katharina von Siena, Katharina Zell, Katharine Staritz, Beginen, Elizabeth Fry, Maria Montessori und Louise-Sophie Freifrau Knigge gezeigt.
     Ein Kriterium bei der Auswahl der Frauengestalten ist, dass ihr Leben andere Akzente setzt als wir es aus unseren mitteleuropäischen Biographien gewohnt sind. Damit ist nicht daran gedacht, eine Heldinnenverehrung in dem Sinne zu etablieren, dass sich die Betrachterin und der Betrachter bei ihrem Anblick klein und dürftig fühlen müssen. Vielmehr sollen diese Frauengestalten die Chance von Modellen für Handlungs- und Verhaltensweisen bieten, die wir sonst vermissen. So finden sich hier Frauen, die es durchaus verstanden haben, mit Macht und der Macht des Wortes umzugehen, Eigenständigkeit durchzusetzen oder eigene Vorstellungen von Menschlichkeit in die Geschichte einzutragen.

Digitale Fotos: Peter R. Seeber

Thekla, die "Gottes Ruhm Verkündende".

Jeanne d' Arc, von der einfachen Bauerstochter zur glorreichen Siegerin im Kampf.

Klara von Assisi - als erste Frau schreibt sie, dem franziskanischen Armutsideal verpflichtet, eigene Regeln für Frauen.

 

Erfreulich gefüllt ist die Christus-Kirche mit österlich gestimmten Menschen, die zu den plastischen Figuren neben Worten ausgezeichnete Musik und eindrucksvollen Tanz erleben.
Pfarrerin Martina Gregory, Frauenreferentin des Kirchenkreises, und Pfarrer Eugen Soika, Kirchengemeinde Recklinghausen-Altstadt, begrüßen die zahlreichen Besucherrinnen und Besucher. Neben der Pastoralreferentin und Dekanatsfrauenseelsorgerin Renate Bothen und Bürgermeister Wolfgang Pantförder spricht Superintendent Peter Burkowski (hier im Bild) ein Gruß- und Dankeswort.

Die Tänzerin Maki Taketa beeindruckt durch ihre Ausdrucksstärke und bekommt großen Applaus

   


Katharina Staritz (1903-1953), war in Breslau Mitarbeiterin von Probst Grüber, der eine "Evangelische Hilfsstelle für nichtarische Christen" gegründet hatte. 1942/43 war sie im Frauen KZ Ravensbrück inhaftiert. Von 1950 bis zu ihrem Tode 1953 ist sie die erste Pfarrerin in Frankfurt.


Die Beginen, was übersetzt evtl. Bettlerin heißt, lebten in Konventen mit halb geistlichen und halb weltlichem Charakter. Sie sind tätig gewesen in der Kerzenproduktion, Bierbrauerei, Seifensiederei, Textilverarbeitung, Abschrift und Vervielfältigung von Handschriften sowie im erzieherischen und christlich-karitativen Bereich.



Die strahlende Sonne dieses Ostermontags bringt die Glasfenster der Christus-Kirche in besonderer Weise zum Leuchten.
Unser Bild zeigt das Schöpfungsfenster.


Herzlicher Dank an die Altstadt-Kantorei und alle Vorbereitenden und Mitwirkenden mit roten Rosen.





Nach der gelungenen Eröffnungsveranstaltung:
ein freundliches Lächeln von Maki Taketa und ihrem Partner




























Und auch das Pfarrerehepaar Martina Gregory und Eugen Soika mit der Gestalt von Kathrina Staritz sind nach den anstrengenden Tagen der Vorbereitung glücklich über das gute Gelingen und den großen Zuspruch am heutigen Nachmittag.
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