Das Deutsche Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen ein einer ehemaligen Tabakfabrik dokumentiert die Geschichte der als Hugenotten verunglimpften Protestanten aus Frankreich. Anhand von zahlreichen Urkunden und Gegenständen wird das Schicksal dieser religiösen Minderheit gezeigt.
     Die Benediktinerabtei Bursfelde an der Weser, 1093 gegründet, war im 15. Jahrhundert Zentrum der klösterlichen Reformbewegung. Nach der Reformation gab es eine reformatorische Klostervisitation. Seit 1648 ist Bursfelde endgültig evangelisch. Heute ist die restaurierte romanische Basilika zu besichtigen. Im ehemaligen Gutshaus bietet das Kloster Einkehr- und Meditationstage und Kurse an, die dem vertiefenden Kennenlernen der Bibel und des christlichen Glaubens dienen.

Digitale Fotos: Peter R. Seeber

Das Hugenottenmuseum in Bad Karlshafen



Blick auf den künstlichen Hafen von Bad Karlshafen und das Rathaus




Das Rathaus und das Denkmal für Landgraf Carl zu Hessen, der 1699 die Stadt gründete.


       

Links der Eingang zum Museum

In der Mitte: das Hugenottenkreuz. Es wurde erstmals um 1688, drei Jahre nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes, erwähnt. Das Kreuz ist nach dem Vorbild des Malteserkreuzes geschaffen. Die französischen Königslilien zwischen den Kreuzarmen bekunden die konfliktreiche Verbundenheit der Hugenotten mit dem Königshaus aus dem Vaterland. Das Motiv der herabfliegenden Taube steht für die Herabkunft des Heiligen Geistes.

Rechts und unten: eng war es in den Räumen des Museums, als die Recklinghäuser Gruppe der Museumsführerin zuhörte.

 
    

 

Nach der Aufhebung des Toleranzediktes von Nantes durch Ludwig XIV. am 17. Oktober 1685 fliehen rund 200.000 bis 250.000 Hugenotten in alle Welt.
Nach Deutschland kommen ca. 44.000 Hugenotten. Davon gingen nach
Brandenburg-Preußen      etwa 20.000
Hessen-Kassel                   etwa  3.800
Rhein-Main-Gebiet            etwa  3.400
Kurpfalz mit Zweibrücken etwa  3.400
Franken                             etwa  3.200
Württemberg                     etwa  3.000
Hansestädte                       etwa  1.500
Niedersachsen                   etwa  1.500

Das rechte Bild zeigt die Aufnahme der Hugenotten durch den Großen Kurfürsten nach dem Aufnahmeedikt von Potsdam am 29. Oktober 1685
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