Am Vorabend des 9. November (Pogrom-Nacht; Fall der Mauer) kein üblicher Vortrag mit anschließender Diskussion, sondern ein nachdenklich und zugleich immer wieder fröhlich stimmender musikalischer Abend bei der Ev. Akademie Recklinghausen.
     Eingeladen war die Gruppe NASCHUWA, die seit 1987 orientalisch-jüdische Musik mit Geige und Gitarre, mit Kontrabass, Akkordeon und Gesang zu Gehör bringt.
     Angefangen hat damals alles in Wuppertal, als die beiden Studenten Tom und Matthias sich kennen lernten. Seit jener Zeit treten sie mit ihren Konzerten in Kirchengemeinden und Synagogen, in Konzertsälen und Jazz-Kneipen, auf Festivals und Kirchentagen auf.
     Auf ihrer musikalischen Reise mit jüdischen Liedern (Klezmer, hebräische und jiddische Lieder) quer durch Deutschland sind sie nun auch in Recklinghausen angekommen. Es war das erste Konzert in Recklinghausen, wo der Gittarist Thomas Damm seit einiger Zeit als Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Bruch tätig  ist.

Digitale Fotos: Peter R. Seeber


In angenehmer Atmosphäre - es gab unter anderem guten Wein und entsprechendes Gebäck - erlebten viele Zuhörerrinnen und Zuhörer im großen Saal vom "Haus des Kirchenkreises" die Fröhlichkeit, die Leichtigkeit und auch die traurigen Stimmungen der jüdischen Musik.
 

 

Von links die Künstler: Peter Netta (Kontrabass), Rainer Ortner (Akkordeon), Matthias Helms (Geige und Gesang) und Thomas Damm (Gitarre)

"dos lebn is a tants" - so lautete das Programm des Abends, das von den vier Künstlern meisterlich und mitreißend gespielt wurde. Zwischen den Musikstücken gab es immer wieder Einblicke in die Geschichte der Lieder und der Musik. Und die Zuhörer sangen und klatschten mit.
Es mag verwundern, dass jüdische Musik von solcher Ausdrucksstärke von christlichen Musikern gemacht wird. Die Künstler führen ein musikalisches Gespräch mit Juden und jüdischer Kultur und rufen in Erinnerung, was einmal in unserem Land sehr lebendig gewesen ist und Land und Leute in Deutschland mitprägte.

 

 










Ein wunderbar belebender Abend, für den die Künstler mit lang anhaltendem Beifall bedacht wurden.

Mit zwei Zugaben verabschiedete sich NASCHUWA 

Und am Ende ist auch unser Schatzmeister mit seiner Arbeit fertig: letzte Eintragungen - die Kasse stimmt! 


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