Am 9. April 2002 sprach die in Frankfurt im Ruhestand lebende Pfarrerin Gerlind Schwöbel in der Evangelischen Akademie Recklinghausen über "Katharina Staritz und die Frauen im KZ Ravensbrück".
     Dieser Vortrag fand in der Christus-Kirche als Begleitveranstaltung zu der dort stattfindenden Ausstellung "Frauen gestalten Frauengestalten" statt, die vom Frauenreferat des Kirchenkreises und der Ev. Kirchengemeinden Recklinghausen-Altstadt durchgeführt wird.
     Frau Schwöbel hat sich seit Jahrzehnten mit dem Leben der Theologin Katharina Staritz (1903-1953) intensiv beschäftigt und u.a. unter dem Titel "Ich aber vertraue - Katharina Staritz, ein Theologin im Widerstand" ihre Biographie veröffentlicht.

     Wir zeigen einige Fotos vom Abend.

Digitale Fotos: Peter R. Seeber

Pfarrerin i.R. Gerlind Schwöbel während ihres Vortrags am Ambo der Christus-Kirche.
     Links sehen wir die Figur von Katharina Staritz, die wie die anderen insgesamt 15 lebensgroßen Skulpturen historischer Frauengestalten in Zusammenarbeit zwischen Frauen der Johanneskirchengemeinde Empelde und dem Fachbereich II der Ev. Fachhochschule Hannover unter der Leitung von Prof. Dr. Christiane Burbach und Pastorin Susanne Wendorf-von Blumröder entstanden sind.
     Auf unserer Sonderseite
"Frauengestalten" können Sie Weiteres über diese Ausstellung und ihre Eröffnung erfahren.
Katharina Staritz (1903-1953), war in Breslau Mitarbeiterin von Probst Grüber, der eine "Evangelische Hilfsstelle für nichtarische Christen" gegründet hatte. 1942/43 war sie im Frauen KZ Ravensbrück inhaftiert. Von 1950 bis zu ihrem Tode 1953 ist sie die erste Pfarrerin in Frankfurt.

Einige Besucherrinnen des Vortrags und der Ausstellung, die sich am Ende der Veranstaltung gern an der Informationstafel über Katharina Staritz fotografieren ließen.

     
Katharina Staritz - eine Frau mit Rückgrat


Die Künstlerinnen. die diese Figur geschaffen haben, haben bewusst den Rücken und damit das Rückgrat mit einigen Wirbeln geöffnet dargestellt.

Hier geht es zum Pressebericht  von Brunhild Schmelting über diesen Abend.

t Ein Blick auf die interessiert zuhörende "Akademie-Gemeinde" in der Christus-Kirche

 

Gerlind Schwöbel (re.) nach dem Vortrag im Gespräch mit zwei Zuhörerrinnen

 


In einem Nachdruck des "Breslauer Adreßbuch für das Jahr 1941", das ihnen ein Zuhörer beim Nachgespräch im griechischen Restaurant Mykonos vorlegt, findet das Pfarrersehepaar Karl und Gerlind Schwöbel den Eintrag

"Staritz, Katharina, Stadtvikarin,
XVI Wagnerstr. 7. E. T. 40917"









Die Referentin schreibt ins Gästebuch der Ev. Akademie:

"Katharina Staritz ist inhaftiert worden, weil sie sich für Juden eingesetzt hatte. Sie sah in den Juden ihre Geschwister, die wie alle Menschen nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurden. Sie lebte aus tiefem Vertrauen, dass Gott sie führt. Darum war sie den Menschen nahe.
Sie überlebte und ich wurde ihre Nachfolgerin. Ihr Leben ist ein Vermächtnis für uns alle."
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