Vortrag von Ministerpräsident Dr. Manfred Stolpe, Potsdam, am 18. März 2002 über
"Brandenburg in einem größeren Europa"

 

Recklinghäuser Zeitung (RZ), Lokalseite vom 19. März 2002


Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Lokalseite vom 19. März 2002

Recklinghäuser Zeitung (RZ), Kreisseite vom 20. März 2002


UNSERE KIRCHE (UK), Regionalseite, Nr. 14 vom 31.3.2002

 

Die Pressestelle der Staatskanzlei gab am Dienstag folgende Pressemitteilung heraus:

Stolpe strebt modellhafte europäische Regionalpartnerschaft mit Polen an

Rede in der Evangelischen Akademie Recklinghausen 

Ministerpräsident Manfred Stolpe will die gute Nachbarschaft Brandenburgs mit Polen zu einer „modellhaften, europäischen Regionalpartnerschaft“ weiter entwickeln. Das teilte er am Montag in seinem Vortrag „Brandenburg in einem größeren Europa“ vor der Evangelischen Akademie Recklinghausen mit.
     
Der Ministerpräsident nannte als Beispiele der schon jetzt engen Kooperation die Bereiche Wirtschaft, Wissens- und Informationsgesellschaft, Bildung und Arbeitsverwaltung. So werde über die Viadrina-Universität in Frankfurt (Oder) und das Collegium Polonicum in Slubice hinaus die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aller Hoch- und Fachschulen im gemeinsamen Grenzraum vorbereitet, teilt der Regierungschef mit. Dazu zählten auch private Einrichtungen wie das Wissenschaftskolleg in Greifswald und die in Gründung befindliche European Business School in Berlin.
     Stolpe betonte, für den nahen Beitritt Polens zur Europäischen Union sei es notwendig, den Dialog und die Zusammenarbeit der Regierungen für alle Bürger erfahrbar zu machen. Einen Hebel dafür bildeten die grenznahen Regionen. Stolpe lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit der von Kommunen und Verbänden geschaffenen und von der EU geförderten Euroregionen.
     Die an Oder und Neiße gesammelten Erfahrungen zwischen den Grenzländern, so Stolpes Schlussfolgerung, seien so gut, dass sie an die künftige EU-Außengrenze in Ostpolen weitergegeben werden könnten. Dieser Effekt könnte gar nicht groß genug herausgestellt werden, denn dadurch werde Europa sicherer: Kriminalität und die Gefahr von Kriegen würden verringert, betonte Stolpe. 

 

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