Weltreligionen - Weltfrieden - Weltethos

 

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Gemeinden in Recklinghausen (ACK) organisiert in Zusammenhang mit anderen Organisationen, zu denen auch die Evangelische Akademie Recklinghausen gehört,

in der Zeit vom 25. Februar bis 22. März 2002

im Rathaus Recklinghausen eine Ausstellung zum Thema

"Weltreligionen - Weltfrieden - Weltethos"

In dieser Ausstellung der Stiftung Weltethos werden auf 12 Stellwänden Plakate zu den großen Weltreligionen gezeigt und Fragen nach einem sie verbindenden Ethos erläutert.
     Dazu werden in Schaukästen unterschiedliche Kultgegenstände aus den einzelnen Religionen gezeigt.

     Auf sechs Tafeln gibt es jeweils einen Einblick in den Buddhismus, die Chinesische Religion, das Christentum, den Hinduismus, den Islam und das Judentum.

Die anderen Tafeln beschäftigen sich mit drängenden Forderungen der Gegenwart und Antworten der Religionen:

     Jeder Mensch soll menschlich behandelt werden
          Die "Goldene Regel"
               Hab' Ehrfurcht vor dem Leben
                    Handle gerecht und fair
                         Rede und handle wahrhaftig
                              Achtet und liebet einander


Begleitend zu der Ausstellung wird es Vorträge und Veranstaltungen geben, in denen einzelne Religionen zu Wort kommen und das Verbindende zwischen den Religionen dargestellt werden soll.
     Interkulturelle und interreligiöse Begegnungen (z. B. in Synagoge, Moschee, Kirche und buddhistischem Zentrum) oder "Gemeinsame Gebete der Religionen" im Rahmen der Ausstellung sollen das Miteinander fördern und den Austausch zwischen den Menschen verschiedener Religionen ermöglichen.

     
Das "Projekt Weltethos" geht zurück auf eine Programmschrift von Professor Dr. Hans Küng, Tübingen, aus dem Jahr 1990. Hier wird programmatisch die Idee entwickelt, dass die Religionen der Welt nur dann einen Beitrag zum Frieden der Menschheit leisten können, wenn sie sich auf das ihnen jetzt schon Gemeinsame im Ethos besinnen: auf einen Grundkonsens bezüglich bestehender verbindender Werte, unverrückbarer Maßstäbe und persönlicher Grundhaltungen.
     Die "Stiftung Weltethos" verdankt ihre Gründung Graf K. K. von der Groeben, der im Jahr 1995 das Buch "Projekt Weltethos" las und sich unter dem Eindruck der Lektüre entschloss, für die Verbreitung des Gedankens eines "Weltethos" eine namhafte Summe bereitzustellen.

Das "Projekt Weltethos" wird von der Grundüberzeugung getragen:

» Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen.
» Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.
» Kein Dialog zwischen den Religionen ohne Grundlagenforschung in den Religionen.


In der ersten "Erklärung zum Weltethos", die das Parlament der Weltreligionen 1993 in Chicago verabschiedet hat, haben sich Vertreter aller Religionen über Prinzipien eines Weltethos verständigt und sich auf vier unverrückbare Weisungen verpflichtet, die im einzelnen konkretisiert werden:

» Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor allem Leben.
» Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung.
» Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit.
» Verpflichtung auf eine Kultur der Gleichberechtigung und die Partnerschaft von Mann und Frau.

Von vielen Seiten ist immer wieder die Frage zu hören: "Wird sich ein Weltethos überhaupt durchsetzen?" Auf diese Frage hat Hans Küng im Buch "Ja zum Weltethos" programmatisch geantwortet: "Wie auch in der Frage der Menschenrechte oder der Ökologie, des Friedens und der Abrüstung sowie der Partnerschaft von Mann und Frau in einem sehr komplexen und lang andauernden Prozess der Veränderung des Bewusstseins! Die Vordenker haben darin ebenso ihre Funktion wie die ersten Aktivisten und Initiativgruppen; die Wissenschaftler, welche die Probleme durchdenken, ebenso wie die Medien, die für Massenverbreitung sorgen; aber auch die Parteien, Verbände und Kirchen, die mehr Glaubwürdigkeit erlangen könnten, wenn sie sich diese Anliegen zu eigen machten. Nicht zu vergessen selbstverständlich die Schulen und Fortbildungsstätten, die für eine kontinuierliche Erziehungsarbeit an immer neuen Generationen Verantwortung tragen, schließlich auch Politiker und Parlamente …"

Diesem Anliegen von "Projekt Weltethos" dient auch die Ausstellung in Recklinghausen

Weitere Informationen zur "Stiftung Weltethos" finden Sie auf der Homepage der Organisation

 

 


Und hier sind nun die Termine der verschiedenen mit veranstaltenden Organisationen, so weit sie uns bis jetzt vorliegen:

Montag, 25. Februar 2002, 19.00 Uhr
Rathaus Recklinghausen, Kaiserwall

Eröffnungsveranstaltung
mit Gesprächen und Musik

Montag, 25. Februar 2002, 16.00 - 18.15 Uhr
Rathaus Recklinghausen, Kaiserwall
Veranstalter: Schulreferat des Ev. Kirchenkreises
Einführung für Lehrer/innen in die Ausstellung

Mittwoch, 27. Februar 2002, 16.00 - 18.15 Uhr
"Haus des Kirchenkreises", Limperstr. 15
Veranstalter: Schulreferat des Ev. Kirchenkreises

"Christentum und Islam - Zwei widersprüchliche Ausdrucksformen des einen Absoluten"
Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Ulrich Schoen, Recklinghausen, Religionswissenschaftler u.a. an den Universitäten Mainz, Beirut und beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf


Mittwoch, 27. Februar 2002, 20.00 Uhr
Rathaus Recklinghausen, Kaiserwall
Veranstalter: Ev. Akademie Recklinghausen und Kath. Kreisbildungswerk

"Christus allein? - Das Christentum in der Begegnung mit den Weltreligionen"
Vortrag von Prof. Dr. Hans Kessler, Professor für Systematische Theologie (kath.) an der Goethe-Universität  Frankfurt am Main
Steht und fällt christlicher Glaube nicht mit dem Bekenntnis zu Jesus Christus als dem maßgeblichen und endgültigen Heilsbringer? Was bedeutet das für Christen für ihre Begegnung mit Angehörigen anderer Religionen und das eigenen Lebens- und Glaubenszeugnis? - mit anschl. Aussprache

Dienstag, 5. März 2002, 19.30 Uhr
Synagoge, Westerholter Weg
Veranstalterin: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
"Den Herrn gemeinsam loben"
Christlich-Jüdisches Abendgebet mit Chören der Ev. Johannes-Gemeinde und der Synagoge


Freitag, 8. März 2002, 20.00 Uhr
Rathaus Recklinghausen, Kaiserwall
Veranstalter: Ev. Akademie Recklinghausen und Kath. Kreisbildungswerk

"Zusammenprall oder Dialog der Religionen?  - Ein Weltethos als Brücke zwischen den Kulturen"
Vortrag von Dr. Günther Gebhardt, Tübingen, Mitarbeiter bei Projekt Weltethos.
Nur wenn sich die Religionen auf ihre gemeinsamen ethischen Werte besinnen und sie umsetzen, können sie wirklich zu Frieden beitragen. - mit anschl. Aussprache

Freitag, 15. März 2002, 19.30 Uhr
Moschee Bochumer Str. 98a
Veranstalterin: Islamische Kulturunion

"Erste Begegnungen zwischen Islam und Christentum"
Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Ihsan Süreyya Sirma, Wien, Historiker und Religionswissenschaftler

Sonntag, 17. März 2002
Ort und Uhrzeit werden in der Tagespresse bekannt gegeben
Veranstalterin: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Gemeinsame Gebete der Religionen

Donnerstag, 21. März 2002, 19.30 Uhr
VHS, Willy--Brandt-Haus, Herzogswall 17
Veranstalterin: Volkshochschule

"Kein Überleben ohne globales Ethos - 
Die Verantwortung der Weltreligionen"
Podiumsdiskussion mit Superintendent Peter Burkowski, Recklinghausen, Propst Heinrich Westhoff, Recklinghausen, Landesrabbiner Dr. Henry Brandt, Dortmund, Mehmed Soyhun, Dialog-Beauftragter Türkisch-islamischer Verein, Recklinghausen, und anderen

Führungen durch die Ausstellung sind nach Vereinbarung möglich.
Anmeldung für Schulklassen unter: 02361-206105
Anmeldung für weitere Gruppen unter: 0234-520490

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