Zum zweiten Mal im Jahr 2001 in Berlin:
45 Damen und Herren von der Evangelischen Akademie Recklinghausen auf einer Studienreise nach Berlin vom 18. bis 22. September 2001

                                                                                                             Digitale Fotos: Peter R. Seeber

45 Damen und Herren nahmen in der Zeit vom 18. bis 22. September 2001an einer fünftägigen Studienfahrt der Ev. Akademie Recklinghausen nach Berlin teil. Fast alle wesentlichen Sehenswürdigkeiten wurden auf Bus- und Bootsrundfahrten und zu Fuß besichtigt.
     Kirchliches Leben und politische Verantwortung prägten inhaltlich diese Reise:
     Im Gemeindehaus der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche informierte der Berliner Generalsuperintendent Martin-Michael Passauer tief beeindruckend über die sehr schwierige kirchliche Situation im heutigen Berlin. Eine ausgezeichnete Führung durch den Berliner Dom schloss sich an.
     Zum politischen Teil der Reise gehörte der Besuch im Plenarsaal des Bundesrates mit entsprechendem Vortrag und der Besuch im Reichstag mit Vortrag auf der Besuchertribüne und anschließendem Gang auf der Kuppel.
     Im stark bewachten Bundesinnenministerium wurde die Recklinghäuser Besuchergruppe von Markus Priesterath, dem Persönlichen Referenten von Jochen Welt, dem Aussiedlerbeauftragten der Bundesregierung, empfangen. Er informierte sachlich über die konkreten Aufgaben des Aussiedlerbeauftragten und sprach dabei auch aus persönlicher Sicht die aktuelle sicherheitspolitische Lage an, wie sie derzeit u.a. im Bundesinnenministerium bearbeitet wird.
     Den Abschluss dieser Studienfahrt in politisch schwerer Zeit bildete eine Stadtrundfahrt durch Potsdam mit einem Gang durch die Gärten von Sanssouci.

 Zum Thema Kirche

   
 

Im Gemeindehaus der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche hörte die Recklinghäuser Reisegruppe am frühen Morgen einen Bericht über die gegenwärtige kirchliche Lage in Berlin

Es war ein sehr guter Auftakt unserer Studienfahrt: das Gespräch mit Generalsuperintendent Martin-Michael Passauer.
Informativ, nichts beschönigend, aber voller Zuversicht, für die Herausforderungen Wege zu finden, stellte er Problemfelder im kirchlichen Bereich vor:
die Finanzsituation,
die Personalsituation,
die Spannungen, die sich z.B. aus der unterschiedlich hohen Kirchenzugehörigkeit ergeben - im Westteil Berlins ca. 60%, im Ostteil ca. 3% der Bevölkerung.
Anschließend zeigten viele Fragen z.B. zur Ökumene und zur Diakonie das Interesse der Teilnehmer am kirchlichen Leben in Berlin.
Im Berliner Dom - links mit dem alten Gebäude der Volkskammer und rechts der Blick in die Predigtkirche - erfuhren wir in bei zwei sehr guten Führungen vieles über die Geschichte dieses zentralen protestantischen Gotteshauses (1894-1905), das auch mit seiner mächtigen, 74,8 m hohen Kuppel, dem Petersdom in Rom nachempfunden ist. Vor einigen Jahren aufwendig restauriert, dient er heute zentralen kirchlichen und musikalischen Veranstaltungen. Zur Domgemeinde zählen nur rd. 600 Gemeindeglieder.
In den Seiten des Kirchenschiffes und in der Gruft befinden sich rd. 100 Prunksärge aus fünf Jahrhunderten, darunter die Särge des großen Kurfürsten, König Friedrichs I. und Kaiser Friedrichs III.
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, am Totensonntag 1943 zerstört, eine Stätte der Ruhe, der Besinnung, des Gebetes, besonders in diesen Tagen nach dem Terroranschlag in den USA.

Längst nicht alle Kirchen "arbeiten". Auf obigem Foto steht die Recklinghäuser Gruppe vor der Nikolaikirche im alten Nikolaiviertel, dem ältesten Teil Berlins. Die Nikolaikirche, die älteste Pfarrkirche Berlins - hier schlossen sich am 2. November 1539 Rat und Stadt Berlin der Reformation an -  beherbergt heute die Unterabteilung des Märkischen Museums und zeigt ständig wechselnde Kunstausstellungen.
Die Friedrichswerdersche Kirche (Fotos unten) dient heute als Schinkelmuseum
Blick in das Innere der Kirche:
Klassizistische Figuren in der von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Kirche im neogotischen Stil 1824-30.
Die berühmte Plastik von Johann Gottfried Schadow von den Prinzessinnen Luise (links) und Friederike.
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