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Impressionen von der Studienfahrt nach Schottland
vom 10. bis 20. September 2004

Am 10. September brach die 23-köpfige Reisegruppe der Ev. Akademie Recklinghausen auf nach Schottland. Keine(r) der Mitreisenden hatte das Land je zuvor besucht, einmal abgesehen von Pastor Thomas Damm, der das Reiseprogramm ausgearbeitet und die Gruppe begleitet hat. Von ihm stammen dieser Reisebericht und die digitalen Fotos
 

Die ersten drei Tage verbrachten wir in Edinburgh, der schönen, geschichtlich und architektonisch überaus interessanten Hauptstadt, lernten die Burg und das Schloss der Queen (Holyrood Palace) kennen, wanderten auf den Spuren des strengen Reformators John Knox und lernten auch die anglikanische (episkopale) Kirche näher kennen.



 

Edinburgh
 

Reverend Canon Brian Hardy stellte uns die Kathedrale der Heiligen Maria vor, lud uns nach dem Sonntagsgottesdienst zu Kaffee und Tee und führte uns in die bewegte Kirchengeschichte Schottlands ein, die von der politischen Geschichte des Landes nicht zu trennen ist. Besuche der Kunstgalerien und eines Pubs (Kneipe), in dem wir schottische Folk-Musik live genossen, rundeten den Besuch in der Hauptstadt ab.


 

Firth of Forth
 

Am folgenden Tag ging es bei sonnigem Wetter über den Firth of Forth, und wir bewunderten die berühmte Eisenbahnbrücke aus dem 19. Jahrhundert. An der Küste entlang fuhren wir nach St. Andrews und besichtigten die berühmte Golf- und Universitätsstadt, die im Mittelalter die größte Kathedrale Schottlands beherbergte. Ihr Schutzheiliger, Sankt Andreas, hat Schottland sein Symbol auf die Fahne geschrieben: das Andreaskreuz.

 

St. Andrews
 

Am nächsten Tag machten wir uns auf in die Highlands, hielten in Pitlochry, dem Tor zum Hochland, genossen die Aussicht der Queen’s View auf das Loch Tummel, spazierten durch den Pass of Killiekrankie, besichtigten das Blair Castle und besuchten das Schlachtfeld von Culloden. Hier haben die Schotten 1741 ihre schrecklichste und bis heute folgenreichste Niederlage im Jahrhunderte lang andauernden Kampf gegen die Engländer erlitten. Im Anschluss an die Schlacht haben die Engländer die soziale Struktur der Clans, der Highland-Bewohner, völlig zerschlagen.

 

Queen's View
 

Culloden
 

Loch Affric

Der Höhepunkt unseres Hochland-Besuchs war der dreistündige Aufenthalt am Loch Affric, einem der schönsten Fleckchen des Landes, wo wir gewandert sind und die Natur bei wunderbaren Wetter in vollen Zügen genossen haben. Eingeregnet sind wir allerdings am folgenden Tag auf der heiligen Insel Iona. Es war ein Abenteuer für sich, durch den vom Wind und Regen zerfurchten Sound of Iona mit der kleinen, schaukelnden Fähre zu fahren.
 

Loch Affric

Glasgow

Mackintosh

Nachdem wir dem Charme der Fischerstädtchen Oban – mit Besuch der Whisky-Destillerie - und Inveraray – mit dem Besuch des Schlosses - erlegen waren, wartete die Arbeiterstadt Glasgow auf uns, die größte Stadt Schottlands. Auch hier fanden wir einen geschichtlichen Zugang, besichtigten das älteste erhaltene Haus der Stadt, vor allem aber die Kathedrale des Heiligen Mungo, des Stadtgründers, um den sich schöne Legenden ranken.

 

Der Besuch in der kleinen deutschen Gemeinde von Glasgow, die sich ohne Kirchensteuermittel aus freiwilligen Spenden der Gemeindeglieder am Leben erhält, und der Vortrag des dortigen Pfarrers Dr. Bindemann, hat uns beeindruckt, die dortige Gastfreundschaft erfreut. Der letzte Tag war zudem geprägt vom berühmten Glasgower Jugendstilarchitekten Chares Rennie Mackintosh und seiner künstlerisch gleichermaßen begabten Frau Magareth Macdonald Mackintosh. Zwei seiner Gebäude haben wir intensiv kennen gelernt, das „Haus eines Kunstfreundes" und die Kunsthochschule.

 

Crane

Buchanan Street
 

Willows Tearoom

 

Abschießend haben wir eine positive Bilanz gezogen: Die Reise hat uns ein wunderschönes, raues, abwechslungsreiches Land vorgestellt, und wir haben Natur, Kunst und Kultur, Lebensart und Geschichte Schottland zumindest in Ausschnitten kennen gelernt. Schließlich sind wir alle bereichert und beeindruckt wieder in Recklinghausen angekommen – nicht ohne zuvor noch ein unerwartetes Abenteuer erlebt zu haben: Ein wegen schlechtem Wetter in London verpasstes Flugzeug, eine spontane Extra-Übernachtung, und insgesamt 17 Stunden Verspätung. Wir haben es gelassen genommen.
 

 

Da ist sie wieder - unsere Studienreisegruppe - nun beim fröhlichen Gesang im Pub mit Thomas Damm an der Gitarre!

Live-Musik im Pub
 

Führung mit Brian Hardy

Die Gruppe auf einem Friedhof

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